Piemonte 21. – 27. 04. 2011

 

Donnerstag, 21. April 2011

Um 19.00 Uhr geht es los wir wollen Heute noch bis nach Cannobio kommen. Trotz Oster-Verkehr entscheiden wir uns durch den Gotthard zu fahren. Kurz vor dem Tunnel gibt es dann doch noch einen kleinen Stau, den nutzen wir aber gleich um ein Sandwich zu essen.

In Cannobio angekommen steuern wir direkt den Stellplatz an. N 46° 03.703 E 008° 41.601 Dieser ist aber bis auf den Letzten Platz voll, sogar auf der Entsorgungsstelle wird übernachtet. Wir stellen unser Wohnmobil kurzer Hand am Strassenrand ab und gehen schlafen.

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Freitag, 22. April 2011

Am Lago Maggiore wollen wir nicht bleiben hier hat es uns über die Ostern zu viele Leute. Die Fahrt geht weiter Richtung Süden. In Verbania halten wir noch einmal an um zu frühstücken.

Auf direktem Weg geht die Fahrt weiter bis Vercelli dort verlassen wir die Autobahn und fahren auf Regionalstrassen weiter. Vorbei an der Reiskammer von Italien.

In Casale Monferato machen wir halt, schlendern durch den Markt, kaufen frische Tomaten und Käse fürs Mittagessen und besichtigen die Stadt noch ein wenig. Bevor es weitergeht essen wir im Wohnmobil Z‘mittag.

Wir verlassen Casale Monferato Richtung Asti. Die Landschaft wird hügeliger und an Stelle von Reisfeldern sehen wir nun Weinberge.

Den grossen Parkplatz im Zentrum, welcher auf auch zum Übernachten genutzt wird finden wir schnell und Parken unter grossen alten Bäumen am Rande des Platzes.                                     N 44°53.822   E 008°12.574

Zu fuss besichtigen wir die historische Altstadt und geniessen auf der Piazza das schöne warme Wetter.

Geplant war hier zu übernachten, doch der Platz erscheint uns nicht sehr ruhig. Zudem gibt es am nächsten Morgen einen grossen Markt. Ausschlafen unmöglich! Kurzerhand entscheiden wir noch einige Kilometer weiter nach Nizza Monferrato zu fahren, um dort die Nacht zu verbringen. In Nizza treffen wir auf einen schönen gepflegten Stellplatz, der von einem Wohnmobilclub geführt wird. N 44° 46.266 E 008° 21.209 Da es mittlerweile schon spät ist suchen wir im Ort nach ein Restaurant fürs Nachtessen. Mit vollen Bäuchen von dem sehr gutem Essen kehren wir zum Wohnmobil zurück und fallen müde ins Bett.

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Samstag, 23. April 2011

Trotz nicht sehr vielversprechendem Wetter wollen wir Heute auf diesem Platz bleiben. Die Kinder haben sich bereits mit den neuen Nachbarn angefreundet. Wir laden die Velos ab und kommen schnell ins Gespräch mit den anderen Stellplatzbesuchern. Alle erzählen von ihren Reiseplänen und was sie bereits erlebt haben. Die Zeit vergeht wie im Flug und dann beginnt es doch noch zu Regnen.

Am Nachmittag verziehen sich die dunklen Wolken wieder, sodass wir doch noch mit den Velos in das ca. 10 km entfernte Canelli fahren können. Wir nehmen die Nebenstrasse dem Tal des Belbo entlang, wie uns der nette Platzwart empfohlen hatte. Es geht durch Rebberge und Haselnussplantagen.

In Canelli wird der Asti spumante ( Schaumwein) hergestellt. Die kleine Ortschaft mit den engen Gassen liegt am Hang eines steilen Hügels. Wir fahren trotzdem hoch bis zur Kirche und geniessen von dort aus die Fernsicht.

Steil geht es wieder hinunter ins Dorf. Nach der schnellen Abfahrt haben wir einen Apéro wohl verdient. Da läuft einem beim Anblick schon das Wasser im Mund zusammen.

 

Nach unserer Velotour schlendern wir noch durch die Gassen von Nizza. Wir sind begeistert von den engen Gassen, den verwinkelten Balkone und den vielen schönen Details an den Häusern.

 

Sonntag, 24. April 201 

Ostersonntag, die Kinder sind begeistert, der Osterhase ist uns bis nach Nizza Monferato gefolgt. Rund ums Wohnmobil hat er Eier und Schokoladenosterhasen verteilt, auch bei unseren deutschen Nachbarn ist er vorbeigekommen.

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Nach dem Frühstück geht es dann weiter. Der Platzwart hat uns von den Dörfern Neive und Barbaresco vorgeschwärmt, beide liegen auf dem Weg nach Alba. Wir wählen die Nebenstrassen um mehr von der schönen Gegend zu sehen. Plötzlich in einer Kurve hören wir ein komisches Geräusch. Jetzt haben wir einen „Platten“, war mein erster Gedanke.

Sofort halten wir an und kontrollieren die Räder, alles in Ordnung! Zum Glück hat sich nur die Verkleidung des Scheibenwassertanks gelöst, die streift nun am Vorderrad.

Jetzt sind wir froh, dass wir den viel zu schweren Werkzeugkoffer dabei haben. Schnell hat Stefan den Schaden repariert und die Fahrt kann weitergehen.

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Schon bald erreichen wir Neive, das Dorf sieht von weitem schon schön aus. Wir fahren direkt Richtung Centro, wenn das nur gut geht mit dem grossen Auto. Ich merke mir jetzt schon jeden Platz wo man eventuell wenden könnte. Doch dann kommt das erlösende blaue Schild mit den weissen „P“. Das Timing ist super die Ostermesse ist breits zu Ende und alle Autos verlassen den Parkplatz, so dass wir genügend platz für unser Wohnmobil haben.

 

Die Ortschaft lädt zum verweilen ein wir geniessen die warmen Sonnenstrahlen und bleiben über Mittag.

Nach der Mittagspause fahren wir weiter in das nahe gelegene Dorf Barbaresco. Ganz in der Nähe gibt es einen kleinen Stellplatz, idyllisch umgeben von Reben, mit Entsorgungsstelle. Wir wollen aber nicht hier übernachten, deshalb stellen wir unser Wohnmobil am Strassenrand ab und gehen von da aus zu fuss ins Dorf.

 

Das Dorf ist sehr touristisch überall gibt es Cantina‘s wo man Wein degustieren kann.

Beim Torre e Castello die Barbaresco geniessen wir die wunderbare Aussicht auf den Tianaro Fluss und die umliegenden Hügel mit den malerischen Dörfern. 

Nach einer kurzen weiterfahrt erreichen wir Alba. Auf einem grossen Parkplatz nahe dem Zentrum parken wir das Wohnmobil für die Nacht. N 44° 42.168 E 008° 01.737 Zu fuss besuchen wir die Stadt. Wie jedes Jahr am 24.April findet hier die „Vinum Alba“ statt, schon bald tragen auch wir, wie alle andern, einen grünen Beutel mit einem Weinglas um den Hals und degustieren von dem guten Barbera, Barolo, Dolceto, Moscato und wie sie alle heissen. Mir schmeckt der Dolceto sehr, so dass Stefan schon bald einen Karton mit drei Flaschen mitschleppt. Wir sind begeistert von der lebendigen Stadt mit den farbigen Häusern den schönen Piazzas und den vielen Kaffe-Baren.

 

 Montag, 25. April 2011

Am nächsten Morgen schlendern wir noch ein wenig durch Alba trinken Kaffe in einer Bar und kaufen T‘shirt‘s für die Kinder.

Danach geht die Reise weiter, wieder Richtung Norden an den Lago die Orta. In Orta angekommen steuern wir gleich den offiziellen Stellplatz an. Wir sind die glücklichen welche gerade noch den letzen Platz ergattern konnten. Überall kurven genervte Autofahrer herum und suchen nach freien Parkfeldern. Zu fuss verlassen wir den Parkplatz und laufen am See entlang Richtung Dorf. Dort angekommen werden wir von tausenden von Leuten durch den Ort geschoben. An Fotografieren war gar nicht zu denken. Fluchtartig verlassen wir Orta wieder und fahren zu dem nahe gelegenen Camping Orta.

 

Wir haben die Möglichkeit direkt am Wasser einen Platz zu belegen oder etwas erhöht mit super Aussicht. Doch wie immer zieht es uns ans Wasser, wo wir dann den Abend geniessen.

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Dienstag, 26. April 2011

 Nach einem ausgiebigen Frühstück fahren wir mit den Velos nochmals nach Orta. Heute ist das Dorf fast menschenleer, wir schlendern durch die Gassen und Essen am See ein Eis.

 Auf dem Rückweg machen wir noch einen Abstecher auf den Sacro Monte von Orta. Die Aussicht von dort ist wunderschön. Wir laufen noch durch den Park und bestaunen die 20 kleine Kapellen.

Mit den Velos geht es wieder den Berg hinunter, durch Zufall sehen wir das Wohnmobil von Wolfi und Moni , welche wir vor einigen Tagen in Nizza kennengelernt haben. Wir verabreden uns für den nachmittag bei uns am See.

Zusammen geniessen wir dann noch die letzten Stunden unseres Kurzurlaubs.

 

Mittwoch, 27. April 2011

Heute müssen wir wieder nach hause. Wir packen alles zusammen und fahren Richtung Schweiz. Am Gotthard hat es Stau, deshalb fahren wir über den San Bernardino wo es weniger Verkehr hat. Nach dem Tunnel halten wir noch ein letztes mal an. Danach geht es ohne Halt bis Volken.

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